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4 Min. LesezeitFixkosten · Abos · Sparen

Fixkosten-Check: So kommen vergessene Abos und Verträge ans Licht

Streaming, Fitnessstudio, Handyvertrag, Versicherungen: Fixkosten schleichen sich ein. Dieser Fixkosten-Check in fünf Schritten zeigt, was nicht mehr gebraucht wird.

Fixkosten-Check: So kommen vergessene Abos und Verträge ans Licht

Fixkosten-Check: So kommen vergessene Abos und Verträge ans Licht

Fixkosten sind tückisch. Einmal abgeschlossen, laufen sie leise im Hintergrund weiter – Monat für Monat, Jahr für Jahr. Das Probeabo, das man vergessen hat zu kündigen. Der Handyvertrag, der seit fünf Jahren nicht mehr verglichen wurde. Die Versicherung, die man beim Kontoeröffnen „mitgenommen" hat.

Der Vorteil: Wer seine Fixkosten einmal aufräumt, spart nicht einmalig, sondern jeden Monat – ohne sich im Alltag irgendetwas verkneifen zu müssen.

Schritt 1: Alles auf den Tisch

Grundlage sind die Kontoauszüge der letzten zwölf Monate – nicht nur die des letzten Monats. Viele Verträge werden quartalsweise, halbjährlich oder jährlich abgebucht und fallen in einem einzelnen Monat gar nicht auf. Die Kfz-Versicherung, die Haushaltsversicherung, die Jahresgebühr der Kreditkarte, das Domain-Abo, die Jahreslizenz für eine Software.

Auch die Kreditkartenabrechnung und PayPal gehören dazu. Gerade digitale Abos laufen oft über diese Wege.

Schritt 2: Eine vollständige Liste anlegen

Jeden wiederkehrenden Posten aufschreiben – mit Betrag, Rhythmus und Abbuchungsdatum. Grob einsortiert:

  • Wohnen: Miete, Betriebskosten, Strom, Gas, Internet, Rundfunkbeitrag bzw. ORF-Beitrag
  • Versicherungen: Haushalt, Haftpflicht, Kfz, Rechtsschutz, Zusatzversicherungen
  • Mobilität: Klimaticket oder Deutschlandticket, Leasing, Parkplatz
  • Kommunikation: Handyvertrag, Festnetz
  • Abos & Mitgliedschaften: Streaming, Musik, Cloud-Speicher, Zeitungen, Fitnessstudio, Vereine, Apps
  • Sparen & Vorsorge: Daueraufträge aufs Sparkonto, Fondssparpläne

Jährliche Beträge auf den Monat herunterrechnen. Erst dann wird sichtbar, was jeder Vertrag wirklich pro Monat kostet – und die Summe überrascht die meisten.

Schritt 3: Jeden Posten mit drei Fragen prüfen

Die Liste Zeile für Zeile durchgehen:

  1. Wird das noch genutzt? Wann wurde der Streamingdienst zuletzt geöffnet? War im letzten Monat jemand im Fitnessstudio?
  2. Muss es diese Form sein? Reicht ein günstigerer Tarif? Ein Familienabo, das sich teilen lässt? Eine werbefinanzierte Variante?
  3. Gibt es das günstiger? Besonders bei Handy, Internet, Strom und Versicherungen lohnt sich ein Vergleich alle ein bis zwei Jahre.

Ein bewährter Trick bei Streaming-Diensten: Rotieren statt stapeln. Statt vier Dienste gleichzeitig zu bezahlen, einen für ein, zwei Monate abonnieren, die Serien schauen, kündigen – und dann zum nächsten wechseln.

Schritt 4: Kündigen – und zwar sofort

Der gefährlichste Satz im Fixkosten-Check lautet: „Das kündige ich nächste Woche." Kündigungen am besten direkt erledigen, solange die Motivation da ist.

Ein paar Hinweise dazu:

  • Kündigungsfristen notieren: Bei Verträgen mit Mindestlaufzeit das Enddatum eintragen, damit rechtzeitig reagiert werden kann.
  • Kündigungsbutton nutzen: In Deutschland müssen online abgeschlossene Verträge seit Juli 2022 auch online über einen gut sichtbaren Kündigungsbutton beendet werden können.
  • Bestätigung aufheben: Kündigungsbestätigungen als Screenshot oder PDF sichern.
  • Wechsel statt Kündigung: Bei Strom oder Versicherung erledigt der neue Anbieter die Kündigung oft selbst.

Schritt 5: Fixkosten dauerhaft im Blick behalten

Der Check bringt am meisten, wenn er keine einmalige Aktion bleibt. Sinnvoll ist, die Fixkosten dauerhaft im Haushaltsbuch abzubilden – dann fällt ein neues Abo oder eine Preiserhöhung sofort auf.

In Money Koi gibt es dafür wiederkehrende Buchungen: Betrag, Rhythmus (monatlich, quartalsweise, jährlich …) und Konto. Die App bucht sie dann automatisch zum richtigen Datum und zeigt vorab, welche Zahlungen in den nächsten Wochen anstehen. Das hat zwei Vorteile:

  • Die jährliche Versicherung kommt nicht mehr überraschend, weil sie Wochen vorher sichtbar ist.
  • Die Auswertungen (in Pro) zeigen, welcher Anteil der Ausgaben fix und welcher variabel ist. Kategorien lassen sich entsprechend markieren, und die Buchungen lassen sich danach filtern.

Gerade dieser Anteil ist aufschlussreich: Liegt er sehr hoch, bleibt jeden Monat wenig Spielraum – egal, wie sparsam im Supermarkt eingekauft wird. Dann setzt man am besten genau hier an.

Wie oft sollte man den Check machen?

Einmal im Jahr gründlich reicht für die meisten. Ein guter Anlass ist der Jahresbeginn, wenn ohnehin viele Jahresbeiträge fällig werden. Zusätzlich lohnt ein kurzer Blick, sobald eine Preiserhöhung ins Haus flattert – dann ist oft auch ein Sonderkündigungsrecht verbunden.

Fazit

Ein Fixkosten-Check dauert einen Nachmittag und wirkt das ganze Jahr. Alles auflisten, jährliche Beträge auf den Monat umrechnen, jeden Posten ehrlich hinterfragen, sofort kündigen – und die Fixkosten danach dauerhaft im Haushaltsbuch sichtbar halten. So schleicht sich nichts mehr unbemerkt ein.


Money Koi hilft, Fixkosten und Abos im Blick zu behalten – mit wiederkehrenden Buchungen, Erinnerungen und einer Vorschau auf anstehende Zahlungen, dazu mit Pro die Aufteilung in fixe und variable Kosten in den Auswertungen. Das Haushaltsbuch selbst ist für Android bei Google Play kostenlos und braucht kein Konto; mit Cloud öffnet es sich auch im Browser unter my.moneykoi.com. iOS ist für Ende 2026 geplant.