Von Gerald Gmainer4 Min. LesezeitLebensmittel · Einkaufen · Sparen
Was kostet der Wocheneinkauf wirklich? So lässt es sich herausfinden
Lebensmittel sind für viele Haushalte der größte variable Posten. So lässt sich herausfinden, wofür im Supermarkt das Geld draufgeht – und wo sich sparen lässt, ohne schlechter zu essen.

Was kostet der Wocheneinkauf wirklich? So lässt es sich herausfinden
„Wie viel geht im Monat für Lebensmittel drauf?" Die meisten Menschen können diese Frage nur grob schätzen. Und die Schätzung liegt oft deutlich unter dem tatsächlichen Wert. Das liegt nicht an Unehrlichkeit, sondern daran, wie eingekauft wird: der große Einkauf am Samstag, dazwischen schnell Milch und Brot, am Heimweg noch etwas für das Abendessen, am Wochenende Getränke für Gäste.
Seit die Lebensmittelpreise in den letzten Jahren spürbar gestiegen sind, lohnt sich ein genauerer Blick besonders.
Warum „Lebensmittel" als Kategorie zu grob ist
Wer ein Haushaltsbuch führt, bucht den Supermarkt meist in eine Kategorie: Lebensmittel. Aber ein typischer Einkauf bei SPAR, BILLA, HOFER oder LIDL enthält weit mehr als Essen:
- Drogerieartikel (Zahnpasta, Duschgel, Waschmittel)
- Getränke, inklusive Alkohol
- Haushaltsartikel (Küchenrolle, Müllsäcke, Batterien)
- Tierbedarf
- Aktionsware aus dem Non-Food-Regal
Landet all das unter „Lebensmittel", wirkt das Essen teurer, als es ist – und es fällt nicht auf, dass vielleicht gar nicht das Essen, sondern das Drumherum den Betrag in die Höhe treibt.
Schritt 1: Einen Monat lang jeden Einkauf erfassen – mit Positionen
Um das herauszufinden, muss bekannt sein, was auf dem Beleg stand. Händisch abtippen ist bei einem 30-Positionen-Einkauf unrealistisch. Hier hilft ein Beleg-Scanner, der nicht nur die Summe, sondern jede einzelne Position liest und auf Kategorien verteilt.
In Money Koi läuft das direkt am Handy: Kassabon fotografieren, die App liest die Positionen, rechnet gegen die Gesamtsumme nach und ordnet die Artikel den eigenen Kategorien zu. Der Einkauf wird dann nicht zu einer Buchung „Lebensmittel 87,40 €", sondern zu dem, was er wirklich war – etwa 58 € Lebensmittel, 14 € Drogerie und 15 € Getränke.
Wichtig: Auch die kleinen Einkäufe zwischendurch erfassen. Gerade die sind es, die in der Schätzung fehlen.
Schritt 2: Nach einem Monat auswerten
Nach vier Wochen liegen echte Zahlen vor. Dabei lohnt sich der Blick auf:
- Wie viel pro Woche und pro Person? Das macht den Wert vergleichbar, auch wenn sich der Haushalt ändert.
- Wie viele Einkäufe pro Woche? Jeder zusätzliche Weg in den Supermarkt ist eine Gelegenheit für Spontankäufe.
- Welche Unterkategorien sind am größten? Getränke, Süßes und Snacks, Fertiggerichte und Fleisch sind häufige Überraschungen.
- Bei welchem Händler geht wie viel drauf? Manchmal zeigt sich, dass der „schnelle Einkauf" im teureren Geschäft um die Ecke mehr ausmacht als der große Wocheneinkauf beim Diskonter.
Money Koi zeigt in den Auswertungen (in Pro) unter anderem, bei welchen Händlern und für welche Artikel das Geld draufgeht – und wie sich das über die Monate entwickelt.
Schritt 3: Gezielt ansetzen statt pauschal sparen
„Weniger ausgeben" ist kein Plan. Mit echten Zahlen lässt sich dagegen gezielt dort ansetzen, wo es sich lohnt – ohne deshalb schlechter zu essen.
Mit Einkaufsliste einkaufen. Der Klassiker, weil er wirkt: Wer mit Plan einkauft, kauft weniger spontan. Eine Einkaufsliste am Handy, die der ganze Haushalt gemeinsam befüllt, verhindert außerdem Doppelkäufe.
Weniger oft einkaufen. Ein großer, geplanter Einkauf pro Woche plus höchstens ein kleiner Nachkauf ist meist günstiger als tägliche Wege.
Eigenmarken probieren. Bei vielen Grundprodukten – Nudeln, Reis, Mehl, Milchprodukte, Konserven – ist der Unterschied zur Markenware geschmacklich klein und preislich groß.
Aktionen bewusst nutzen. Die Rabattsticker und Mengenaktionen der Supermärkte lohnen sich bei Dingen, die ohnehin gebraucht werden und sich lagern lassen. Bei allem anderen sind sie ein Grund, mehr zu kaufen als geplant.
Reste einplanen. Ein fester „Reste-Tag" pro Woche reduziert weggeworfene Lebensmittel – und damit Geld, das im wahrsten Sinn im Müll landet.
Getränke und Drogerie getrennt betrachten. Wenn diese Posten groß sind, lohnt es sich, sie gezielt zu kaufen – Drogerieartikel etwa bei Aktionen im Drogeriemarkt, Getränke in größeren Gebinden.
Schritt 4: Ein realistisches Budget setzen
Erst jetzt, mit einem Monat echter Daten, ist es sinnvoll, ein Budget festzulegen. Vom tatsächlichen Wert einen kleinen, realistischen Betrag abziehen – etwa zehn Prozent. Ein Budget, das hält, bringt mehr als eines, das jede Woche scheitert.
In Money Koi lässt sich dafür ein Ausgabenlimit für die Kategorie festlegen, und während des Monats ist jederzeit sichtbar, wie viel noch übrig ist.
Fazit
Die meisten unterschätzen, was sie im Supermarkt ausgeben – und fast alle wissen nicht genau, wofür. Wer einen Monat lang jeden Einkauf mit Positionen erfasst, bekommt ein klares Bild und kann gezielt sparen: mit Einkaufsliste, weniger Wegen, Eigenmarken und einem realistischen Budget. Ohne auf gutes Essen zu verzichten.
Money Koi liest Kassabons Position für Position – direkt am Handy, ohne dass ein Cloud-Dienst mitliest – und mit Pro kommen Einkaufslisten dazu, die nach dem Einkauf gleich als Ausgabe gebucht werden können. Haushaltsbuch und Scanner sind für Android bei Google Play kostenlos und brauchen kein Konto. iOS ist für Ende 2026 geplant.